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20.09.2014 Ostsachsenliga Männer - Radeberger SV : Sohland 30:16 (15:09)


Die erste Sohlander Männermannschaft traf am Samstag in der Bierstadt auf den Radeberger SV. Dem ambitionierten Absteiger aus der Verbandsliga, der in der Vorwoche klar bei Koweg Görlitz III gewann (20:41), sollte so lange wie möglich Paroli geboten werden.

Den besseren Start in die Partie erwischten die Gastgeber und legten zumeist ein bis zwei Tore vor (4:2). Die Gäste aus dem Oberland brauchten ein paar Minuten, um ins Spiel zu finden, holten dann aber Tor um Tor auf. In der Deckung zeigten sich die Schwarz-Weißen auf das schnelle, variable Angriffsspiel der Radeberger gut eingestellt und konnten so im Zusammenspiel mit dem stark haltenden Andre Marschner ein ums andere Mal Bälle erkämpfen. Auch im Angriff zeigte man zunächst wenig Respekt und so konnten sich die Westerbeek-Schützlinge mit druckvollem Spiel und einer geringen Fehlerquote Wurfchancen herausspielen. Vor allem die einfachen Tore aus dem Rückraum taten den Schwarz-Weißen in dieser Phase des Spiels sichtlich gut. Sohland gewann dadurch immer mehr die Oberhand und konnte in der 16. Spielminute erstmals in Führung gehen (7:8). In der darauffolgenden Auszeit der Gastgeber wurde nochmals angemahnt die Konzentration und Intensität weiter hoch zu halten. In der Folge vergaben die Gäste jedoch mehrmals die Chance sich auf zwei Tore abzusetzen. So stand es nach 20 gespielten Minuten wieder ausgeglichen (8:8). Radeberg erhöhte seinerseits die Intensität in der Deckung und versuchte das Sohlander Angriffsspiel nun früh zu stören. Dies zeigte auch prompt Wirkung. Durch einfache Ballverluste oder Fehlwürfe konnten die Bierstädter ihre Stärken im schnellen Umkehrspiel zu vergleichsweise einfachen Toren nutzen und sich Tor um Tor absetzen. Das Spiel kippte auch, weil die Schwarz-Weißen im Angriff völlig die Linie verloren. Mit einem Radeberger 7:1-Lauf in den letzten zehn Minuten ging es dann in die Pause.

Trainer Westerbeek versuchte seine Mannen nochmals zu motivieren und erinnerte an die gezeigten Stärken in der ersten Viertelstunde. Vor allem im Angriffsspiel forderte er mehr Bewegung sowie die Anwendung des ein oder anderen eingeübten Laufweges.

Doch auch die Gastgeber kamen hellwach aus der Kabine und knüpften dort an, wo sie vor der Pause aufgehört hatten. Sohland musste sich jedes Tor hart erarbeiten, konnte jedoch etwas verkürzen (17:11). In der Folge häuften sich allerdings die Fehler auf Seiten der Schwarz-Weißen. Durch einen zu statischen und zu ideenlosen Angriff kam man immer wieder in Bedrängnis und spielte ungenaue Pässe oder nahm sich halbherzige Würfe. Diese einfachen Ballgewinne bestraften die Gastgeber postwendend und setzten sich immer weiter ab (24:14). Damit war eine Vorentscheidung gefallen. Die Schwarz-Weißen versuchten durch Wechsel wieder Zugriff auf das Spiel zu bekommen. Durch mehrere Paraden von Steve Beyer keimte auch nochmal etwas Hoffnung auf, die Schwächen im Angriff konnten an diesem Tag aber einfach nicht kompensiert werden. Am Ende baute Radeberg den Vorsprung weiter aus und kam so zu einem hochverdienten 30:16 Heimerfolg.

Für Sohland erwiesen sich einmal mehr die hohe Anzahl an technischen Fehlern sowie die Schwächen im Angriffsspiel als spielentscheidend. Vor allem aus der zweiten Reihe gilt es wieder mehr Druck auszuüben, um in den nächsten Spielen wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden. Die nächste Möglichkeit dazu gibt es am kommenden Samstag. Im Heimspiel zu gewohnter Zeit um 17:30 Uhr steht man dem NSV Gelb-Weiß Görlitz gegenüber, der mit zwei Siegen erfolgreich in die Saison gestartet ist. (S&S)

Sohland spielte mit: S. Beyer, A. Marschner, T. Herz, D. Steller (8/2), S. Schmidt (2), S. Eisert, D. Droll, R. Schneider, M. Jaquett, J. Reitz, O. Hartmann (1), T. Eisold, C. Herold (5)