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21.09.2013 Männer Ostsachsenliga: SV Lok Schleife - Sohland 33:25 (14:14)


Am Wochenende reiste unsere Erste bis nach Schleife um gegen den dortigen SV Lok um die nächsten Punkte zu spielen. Das dies kein leichtes Unterfangen wird, war von Anfang an klar. Dennoch sollte alles in die Waagschale geworfen werden um gegen das junge Team des Gastgebers die Überraschung zu schaffen und Punkte aus der Fremde zu entführen. Beide Mannschaften erwischten einen guten Start in die Partie. Das erste Tor des Spiels gelang den Schwarz-Weißen. Schleife konterte allerdings postwendend und so entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Anfangsphase (3:3). Im weiteren Verlauf offenbarten die Sohlander ein ums andere Mal Schwächen in der Deckung. So spielten sich die Gastgeber durch geschickte Positionswechsel Lücken heraus und kamen nahezu unbedrängt zu einfach Torabschlüssen. Schleife nutzte die Schwächen immer wieder und warf einen zwei Tore Vorsprung heraus. Bis Mitte der ersten Hälfte änderte sich an diesem Bild zunächst wenig (9:7). Nach kleineren Umstellungen in der Abwehr stabilisierten sich die Schwarz-Weißen. Endlich nahm man die Zweikämpfe an und bot Paroli. Nach einem 4:1 Lauf gingen die Schwarz-Weißen wieder in Führung (10:11). Bis zur Pause konnte sich keine der beiden Mannschaften nennenswerte Vorteile erspielen und so ging es mit einem 14:14 in die Kabine. Die wichtigste Erkenntnis der ersten Hälfte war, dass man trotz einiger Nachlässigkeiten mit den favorisierten Gastgebern mithalten konnte. Für den zweiten Spielabschnitt sollten die Fehler abgestellt und vor allem in der Deckung die Konzentration weiter hochgehalten werden. Zunächst schien der Plan aufzugehen. Sohland legte sofort vor. Bis zum 17:17 konnte Schleife den Rückstand jedes Mal egalisieren. Nach drei Toren ohne Gegentreffer hatten die Schwarz-Weißen in der 40. Minute erstmals einen etwas komfortableren Vorsprung herausgeworfen. In der Abwehr wurde beherzt zugegriffen und auch auf den Sohlander Schlussmann war Verlass. Im Angriff brachte man den gegnerischen Abwehrverbund in Bewegung und suchte immer wieder über den Kreis den Weg zum Erfolg. Marco Schwurack war dort zumeist nur auf Kosten eines Siebenmeters zu halten. Zu diesem Zeitpunkt lag eine Überraschung in der Luft. In der Folge versäumten es die Männer aus dem Oberland allerdings das Torepolster zu erhöhen. Nach einer verletzungsbedingten Unterbrechung kam dann Mitte der zweiten Halbzeit der unerklärliche Bruch im Sohlander Spiel. In der vorher so gut stehenden Deckung kamen die Schwarz-Weißen nun gehäuft einen Schritt zu spät. In dieser Phase nutzte Schleife diese Nachlässigkeiten eiskalt in Person von Konrad Becker (14 Tore) aus. Da auch im Angriff mehrere hundertprozentige Chancen liegengelassen wurden, schmolz der Vorsprung Tor um Tor. In der 52. Spielminute gelang den Gastgebern dann der Ausgleich. Die letzten Minuten waren dann aus Sicht der Schwarz-Weißen zum vergessen. Auf einmal lief nichts mehr zusammen. Jeder kleine Fehler wurde durch die Gastgeber nun konsequent bestraft. Hinzu kamen auch noch unglückliche Zeitstrafen und nach einem 7:1 Lauf von Schleife in den letzten fünf Minuten war das Spiel endgültig entschieden. Das Endergebnis von 33:25 ist aus Sohlander Sicht ernüchternd, wird dem engen Spielverlauf aber nicht gerecht. Die Schwarz-Weißen gingen am Ende geknickt in die Kabine. So richtig wusste man nicht, ob man sich über die starken 50 Minuten freuen sollte oder den verschenkten Punkten nachtrauern soll. Fakt ist, man hat gezeigt einem etablierten Ostsachsenligisten Paroli bieten zu können. Die letzten zehn Minuten, in denen man kräftig Lehrgeld in der neuen Spielklasse zahlte, gilt es bis zum nächsten Spiel aufzuarbeiten. Dieses wartet am kommenden Samstag, den 28.9. um 17:30 Uhr, auf unsere Schwarz-Weißen. Dann kommt der SSV Stahl Rietschen in die heimische Oberlandsporthalle. Dort gilt es 60 Minuten konzentriert zu bleiben um wieder zu punkten. (S&S)

Sohland spielte mit: A. Marschner, S. Beyer, D. Steller (7/1), V. Ebert, D. Droll, S. Schmidt (1), S. Eisert (7/4), M. Jaquett (5), O. Hartmann, T. Eisold (2), M. Schwurack, C. Herold (1), S. Schür